Programm |
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Seit dem 3. August 1999 gibt es in Berlin eine Berliner Psychologische Gesellschaft. Sie kam auf Beschluss Berliner Psychologen und Psychologinnen zustande. Die Gründung der Gesellschaft geschah in der Überzeugung, dass gerade diese Stadt, die auf dem Wege ist, zum ersten Wissenschafts- und Bildungszentrum Deutschlands aufzusteigen, auch der Psychologie eine attraktive Plattform bieten kann. Die Psychologie hat in Berlin eine lange Tradition. Sie reicht bis ans Ende des 18. Jahrhunderts zurück. - In diesen Tagen begeht die Stadt den 300. Jahrestag der Erhebung Preußens zum Königreich zugleich mit dem hundertjährigen Jubiläum des Instituts für Psychologie der Humboldt-Universität - nach Leipzig das älteste Psychologische Institut Deutschlands und überdies die Wiege der Gestaltpsychologie. Die sogenannte Machtergreifung durch den Nationalsozialismus, 1933, und die damit verbundene Vertreibung vieler, insbesondere jüdischer Psychologen von den Universitäten und aus dem damaligen Reichsgebiet sowie die Spaltung Berlins in der Nachkriegszeit bedeutete für die Entwicklung des Faches Psychologie eine folgenreiche und unheilvolle Zäsur. Die Gesellschaft hält es daher für notwendig, einen Blick zurück auf die Geschichte der Psychologie in Berlin - insbesondere seit 1900 - zu werfen, auf ihre unterschiedlichen, z.T. divergierenden Strömungen hinzuweisen, aber auch auf die Erfolge in berufsständischer Hinsicht und auf den Bedeutungszuwachs des Faches in den letzten Jahrzehnten überhaupt. Zugleich will sie die wissenschaftspolitisch problematischen Entwicklungen nach 1933 und nach 1945 und deren Ursachen aufzeigen. Darüber hinaus beabsichtigt die Gesellschaft, die Öffentlichkeit auf die Vielfalt und die Variationsbreite der Psychologie hinzuweisen und zentrifugalen Entwicklungstendenzen entgegenzusteuern, die zu Abspaltungen psychologischer Spezialgebiete und, wie in der Psychotherapie zu beobachten, bereits zu einer inflationären Methodenflut geführt haben. Die Gesellschaft hat es sich außerdem zur Aufgabe gemacht, die Vermittlung neuer Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Praktischen Psychologie zu unterstützen. Das betrifft die Seniorenarbeit, Supervisionsangebote, ferner das Coaching und auf rechtspsychologischem Gebiet die Mediation. Berlin war 27 Jahre lang geteilt. Es hat Abwanderungen und Umschichtungen der Bevölkerung gegeben. Gleichwohl blieb Berlin Scharnier im Widerstreit zweier politischer Weltsysteme. Das hat die Einstellungen der Menschen, die hier leben, geprägt und vielfach Einfluss auf ihre beruflichen Karrieren und persönlichen Biographien genommen. Insofern macht der Wandel, besser noch - die Verwandlung, das Wesen dieser Stadt aus, die sich stets bemüht, diesem Prozess ein Gesicht zu geben. Und dazu kann die Psychologie Grundlegendes beitragen. Die Berliner Psychologische Gesellschaft lädt viermal im Jahr zu Veranstaltungen ein. Sie stehen für jeden offen, der sich für psychologische Fragen interessiert. Die Programmplanung für 2001 sieht folgende Beiträge vor:
Der Besuch der Veranstaltungen ist kostenlos. Der Ort ist in der Regel das Botschaftsgebäude in der Glinkastrasse 5 - 7, 10117 Berlin (Mitte); U-Bahnstation: Mohrenstraße. Die Berliner Psychologische Gesellschaft hat ihren Geschäftssitz in Berlin-Wilmersdorf. Sie ist unabhängig und wird sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuwendungen durch Stiftungen finanzieren. Die Gesellschaft hat die Rechtsform eines gemeinnützigen eingetragenen Vereins. Mitglied der Berliner Psychologischen Gesellschaft kann jeder werden, der ihre Zielsetzungen ideell und / oder materiell unterstützen möchte. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 100.-DM / 52,- Euro pro Jahr. Über die Mitgliedschaft entscheidet der Vorstand.
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